Geschäftsentwicklung des Konzerns und der Segmente

Auftragseingang/Auftragsbestand

Im Geschäftsjahr 2008/2009 erzielte der Demag Cranes Konzern einen Auftragseingang in Höhe von 841,9 Mio. EUR. Bedingt durch den allgemeinen Nachfragerückgang lag dieser Wert 36,4 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Der Auftragsbestand belief sich per 30. September 2009 auf 313,1 Mio. EUR. Der vergleichbare Wert des Vorjahres betrug 523,5 Mio. EUR.

 

01. Oktober bis 30. September

in Mio. EUR

2008/2009

2007/2008

2006/2007

Industriekrane

397,9

671,9

–40,8 %

575,4

Hafentechnologie

151,8

316,8

52,1 %

323,3

Services

292,1

334,6

12,7 %

306,4

Konzernauftragseingang

841,9

1.323,4

–36,4 %

1.205,1



 

30. September

in Mio. EUR

2009

2008

2007

Industriekrane

197,7

350,4

–43,6 %

251,5

Hafentechnologie

69,4

121,7

43,0 %

128,9

Services

46,0

51,4

10,4 %

47,3

Konzernauftragsbestand

313,1

523,5

–40,2 %

427,6

Im Segment Industriekrane sank der Auftragseingang im Geschäftsjahr 2008/2009, da unsere Kunden nach wie vor keine oder nur eine geringe Investitionsbereitschaft zeigten oder ihre Investitionsentscheidungen zeitlich verschoben haben. Im Vergleich des Geschäftsjahres 2008/2009 mit dem Vorjahr reduzierte sich der Auftragseingang um 274,0 Mio. EUR bzw. 40,8 Prozent. Unter Berücksichtigung, dass im zweiten und im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2007/2008 überdurchschnittlich viele Aufträge für Prozesskrane generiert wurden, relativiert sich diese schwache Entwicklung im Vorjahresvergleich zum Teil. Der Auftragsbestand im Segment Industriekrane lag zum 30. September 2009 bei 197,7 Mio. EUR (Vorjahr: 350,4 Mio. EUR).

Der starke Einbruch im internationalen Frachtgeschäft kennzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr auch den Auftragseingang im Segment Hafentechnologie. Dieser sank im Vergleich zum Geschäftsjahr 2007/2008 von 316,8 Mio. EUR um 52,1 Prozent auf 151,8 Mio. EUR. Von der negativen Entwicklung waren alle Produktlinien betroffen. Aufgrund der Verzögerung der Vergabeentscheidungen bei Hafengroßprojekten und des allgemein zu beobachtenden Trends, Investitionen zu verschieben, blieb das Geschäft mit unseren automatisierten Produkten Automated Guided Vehicle (AGV) und Automated Stacking Crane (ASC) fast vollständig aus. Die Lieferung des letzten Loses an unseren Kunden Euromax bildete dabei eine Ausnahme. Auch bei den Hafenmobilkranen verzeichneten wir eine im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduzierte Nachfrage. Während diese im ersten und zweiten Quartal fast vollständig einbrach, stabilisierte sich der Auftragseingang zum Jahresende auf einem niedrigen Niveau. Der Auftragsbestand lag per 30. September 2009 bei 69,4 Mio. EUR (Vorjahr: 121,7 Mio. EUR).

Auch im Segment Services mussten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Nachfragerückgang bei unseren Produkten und Dienstleistungen hinnehmen. Der Auftragseingang verminderte sich um 42,5 Mio. EUR bzw. 12,7 Prozent. Besonders betroffen war dabei das Ersatzteilgeschäft. Der Auftragsbestand im Segment Services belief sich zum 30. September 2009 auf 46,0 Mio. EUR (Vorjahr: 51,4 Mio. EUR).

Umsatz

Bedingt durch die schwache Auftragslage gingen auch die Umsätze im Vergleich zum Geschäftsjahr 2007/2008 zurück. Auf Konzernebene reduzierte sich der Umsatz im Vorjahresvergleich um 178,2 Mio. EUR bzw. um 14,5 Prozent.

 

01. Oktober bis 30. September

in Mio. EUR

2008/2009

2007/2008

2006/2007

Industriekrane

545,8

571,2

–4,4 %

485,4

Hafentechnologie

204,0

325,5

–37,3 %

298,9

Services

297,7

329,1

–9,5 %

296,1

Konzernumsatzerlöse

1.047,6

1.225,8

–14,5 %

1.080,4

Die Segmente waren in unterschiedlicher Form vom Umsatzrückgang betroffen:

Im Segment Industriekrane fiel der Umsatzrückgang mit 4,4 Prozent aufgrund des bereits erwähnten gut gefüllten Auftragsbuchs deutlich geringer aus als in den beiden anderen Segmenten. Die wesentlichen Umsatztreiber waren dabei Standard- und Prozesskrane. Während der Auftragseingang für diese Krane teilweise in das Geschäftsjahr 2007/2008 fiel, wurden diese nach einer durchschnittlichen Fertigungszeit von sechs bis zwölf Monaten im Geschäftsjahr 2008/2009 an die Kunden ausgeliefert und als Umsatz realisiert.

Im Segment Hafentechnologie reduzierte sich der Umsatz im Vergleich zum Geschäftsjahr 2007/2008 um 121,5 Mio. EUR beziehungsweise 37,3 Prozent. Da in diesem Segment deutlich mehr Projektgeschäft abgewickelt wird als in den anderen beiden Segmenten, hat uns die Finanz- und Wirtschaftskrise hier besonders hart getroffen. Auch wenn sich die Auftragslage gegen Ende des Geschäftsjahres wieder auf niedrigem Niveau stabilisiert hat, konnten die stark rückläufigen Umsätze im zweiten und dritten Quartal nicht kompensiert werden.

Der Umsatz des Segments Services ging ebenfalls von 329,1 Mio. EUR im Vorjahr auf 297,7 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2008/2009 zurück. Infolge geringerer Nutzung der Krananlagen bei unseren Kunden sank auch die Nachfrage nach unseren umsatz- und margenstärkeren Ersatzteilen. Diese Entwicklung bekamen wir im dritten Quartal 2008/2009 besonders stark zu spüren. Zum Ende des Geschäftsjahres stabilisierte sich die Nachfragesituation wieder.

Die Umsätze verteilen sich wie folgt auf die Regionen:

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01. Oktober bis 30. September

in Mio. EUR

2008/2009

2007/2008

2008/2009

2007/2008

2006/2007

2006/2007

Deutschland

232,9

253,7

–8,2  %

22,2 %

20,7 %

205,3

19,0 %

Resteuropa

344,2

459,7

–25,1 %

32,9 %

37,5 %

425,4

39,4 %

Nordamerika

120,3

125,7

–4,3 %

11,5 %

10,3 %

133,8

12,4 %

Mature Markets

697,4

839,1

–16,9 %

66,6 %

68,5 %

764,6

70,8 %

BRIC-Staaten

133,4

135,7

–1,7 %

12,7 %

11,1 %

106,2

9,8 %

Mittel- und Südamerika

24,5

43,9

–44,1 %

2,3 %

3,6 %

34,7

3,2 %

Asien/Pazifik

138,1

128,5

7,4 %

13,2 %

10,5 %

126,6

11,7 %

Übrige

54,2

78,6

–31,1 %

5,2 %

6,4 %

48,4

4,5 %

Emerging Markets

350,2

386,7

–9,4 %

33,4 %

31,5 %

315,8

29,2 %

Konzernumsatzerlöse

1.047,6

1.225,8

–14,5 %

100,0 %

100,0 %

1.080,4

100,0 %

In regionaler Hinsicht mussten wir in fast allen Regionen Umsatzreduzierungen hinnehmen. Allerdings fiel der Rückgang in den aufstrebenden Märkten mit 9,4 Prozent deutlich geringer aus als in den etablierten Märkten. Dort verbuchten wir einen Rückgang von 16,9 Prozent.